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Das Fegefeuer nach dem alten Testament PDF Drucken E-Mail

das fegefeuer nach dem alten testament

Schon im alten Bund hat man an einen Reinigungsort geglaubt. Dies gibt deutlich jene Stelle im zweiten Buch der Makkabäer (12, 39-45) zu erkennen, wo es heißt, dass der Herrführer Judas für die in einem Kampf Gefallenen, bei denen man Opfergeschenke der Götzen gefunden hatte, eine Sammlung durchgeführt und 12.000 Drachmen Silber nach Jerusalem gesandt hat, damit ein Sühnopfer für die Verstorbenen dargebracht würde, weil er gut und fromm betreffens der Auferstehung gesinnt war.

Hier fügt die heilige Schrift bei
Denn, wenn er nicht gehofft hätte, dass die Gefallenen auferstehen würden, so schiene es ja überflüssig und eitel, für die Verstorbenen zu beten. Vielmehr dachte er, dass eine sehr große Gnade denen vorbehalten sei, welche in Frömmigkeit entschlafen sind. Es ist also ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten, dass sie von ihren Sünden erlöst werden.
Es folgert also hier die hl. Schrift selbst aus dem Verhalten dieses Heerführers das Dasein des Fegefeuers bzw. einen Zustand der Verstorbenen in der anderen Welt, auf den unsere Gebete und Opfer eine heilsame Wirkung haben, wodurch sie von ihren Sünden erlöst werden können.
Zudem hätte weder in so schwerer Kriegszeit eine so große Sammlung gemacht, noch eine wichtige Religionserneuerung dieser Art plötzlich eingeführt werden können, wenn nicht schon vorher dieser Glaube tief im Volk verwurzelt gewesen wäre.

Dazu sagt Allioli:
Diese ganze Stelle liefert einen klaren Beweis für die katholische Lehre von dem Dasein eines Reinigungsortes für die im Stand der Gnade mit noch nicht vollkommen abgebüßten Sünden Verschiedenen und von der Wirksamkeit des Gebetes und der guten Werke zu ihrer Erlösung." Ferner erhellt dieses aus Jesus Sirach (7, 37), wo es heißt: "Wohltätigkeit ist allen Lebenden angenehm, aber versage sie auch einem Toten nicht;" nämlich durch Bezeigung der letzten Ehre und Darbringung des Seelenmessen, wie Allioli hier hinzufügt. Schließlich geht dies aus der Stelle des hl. Paulus hervor (1. Kor. 15, 29), wo er schreibt: "Was täten sonst die, welche um der Toten willen sich taufen lassen, wenn es gewiß ist, dass die Toten nicht auferstehen? Warum lassen sie sich für dieselben taufen?

Nach Buttler und mehrere Schriftauslegern zeigt dies, dass die Juden damals noch den Gebrauch hatten, sich für die Toten zu waschen oder zu reinigen. Übrigens glauben die Juden jetzt noch an einen Läuterungszustand nach diesem Leben und beten für die Abgeschiedenen.


 
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