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Das Fegefeuer nach dem neuen Testament PDF Drucken E-Mail

das fegefeuer nach dem neuen testament

Der göttliche Heiland sagt: (Matth. 5, 25, 26)
Einige dich mit deinem Widersacher ohne zu zögern, so lange du mit ihm auf dem Weg bist, damit dich nicht der Widersacher dem Richter übegebe, und der Richter dich dem Diener übergebe, und du in den Kerker geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir, du wirst von da nicht herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast.
Nun verstehen unter diesem Kerker die Schriftausleger und Kirchenlehrer allgemein das Fegefeuer, indem offenbar von der anderen Welt die Rede ist und die Hölle nicht darunter verstanden werden kann, da kein Herauskommen daraus denkbar ist, was doch hier als möglich vorausgesetzt wird. Ferner sagt der göttliche Heiland (Matth. 12, 32)
Und wer ein Wort wider den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden, wer aber wider den Heiligen Geist redet, dem wird weder in dieser, noch in der zukünftigen Welt vergeben werden.
Hieraus folgert der hl. Augustinus mit anderen heiligen Kirchenlehrern auf das Fegefeuer, indem es, diesem göttlichen Ausspruch gemäß, um notwendig Sünden gehen müsse, die in der anderen Welt abgebüßt werden können.

Der heilige Paulus schreibt (1. Kor. 3, 12-15):
Wenn aber jemand aus diesen Grund (der Jesus Christ ist) baut und Gold, Silber, Edelsteine sammelt (unter Gold, Silber und Edelsteinen werden hier die guten Werke, unter Holz, Heu, Stoppeln hingegen die leichten Sünden von den heiligen Vätern verstanden) oder Holz, Heu und Stoppeln, so wird eines jeden Werk offenbar werden; denn der Tag des Herrn wird es erweisen, weil es im Feuer offenbar werden wird; wie das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Wenn jemandes Werk, auf welches er gebaut hat, besteht, so wird er seinen Lohn empfangen. Brennt aber dieses Werk, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird selig werden, jedoch wie durch Feuer.
Über diese Stelle sagt Allioli seinen Anmerkungen:

Das Feuer, wovon der Apostel hier spricht, kann einzig und allein nur das Feuer nach dem Tod im Reinigungsort sein, Fegefeuer genannt, welches noch in der Zeit zur Läuterung der nicht ganz reinen, abgeschiedenen Seelen brennt, bis es mit dem allgemeinen Gericht und dem allgemeinen Weltbrand endet." (II. Petr. 3, 10-13) In Übereinstimmung hiermit erklären alle heiligen Väter diese Stelle, und wir haben sogar eine unfehlbare Erklärung im selben Sinn beim Konzil von Florenz in der letzten Sitzung.


 
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