Der gelehrte Buttler sagt in seiner vortrefflichen Abhandlung über den Allerseelentag folgendes:
"Noch ein Umstand darf nicht übergangen werden, der besonders unser Mitleid mit den im Fegefeuer leidenden Seelen erwecken soll, dass sie nämlich keine Verdienste mehr sammeln und sich nicht die geringste Linderung verschaffen können."
Die Kranken und Armen können doch mit ihren Worten um Hilfe bitten, und man wird schon durch den Anblick ihrer Leiden gerührt, menschenfreundlichen Anteil daran zu nehmen.
Allein die Seelen im Fegefeuer haben
keine anderen Mittel, als die Geduld, die Ergebung und die Hoffnung. Sie mögen noch so sehr seufzen und sich nach dem besseren Zustand sehnen, Gott antwortet ihnen nichts anderes, als dass jene Nacht, wo niemand mehr wirken kann (Joh. 9,4), für sie gekommen sei.
Er fügt hinzu:
"Würde sich der Schreckensort auftun, könnten wir ihre Qualen sehen, welchen Eindruck würde dieser Anblick auf uns machen! Wie viele Tränen würden wir vergießen, von welchem Schauer würden wir ergriffen werden, wenn wir jene unzählbare Menge Diener Gottes sehen, die unsere Brüder in Christus sind, welche so unaussprechliche Leiden erdulden!"