die guten werke für die verstorbenen haben vor gott einen großen wertDer berühmte Geisteslehrer Lugwig Blosius schreibt hierüber folgendes:
"Der
gütige und liebreiche Herr liebt die Seelen seiner Auserwählten, die nach dem
Tod des Leibes noch gereinigt werden müssen, so sehr und verlangt ihre Erlösung
so inbrünstig, dass, wenn wir aus christlicher Liebe für sie eifrig beten und
das anbetungswürdige heilige Sakrament des Altares, oder die Verdienste Jesu
Christi aufopfern, oder den Psalmengesang oder was immer für ein heilsames Werk
verrichten und Gott für sie zum Opfer darbringen, es ihm nicht weniger angenehm
ist, als wenn wir unseren Herrn selbst, wenn er in einem Kerker eingeschlossen
wäre, mit unseren Tröstungen aufrichten oder durch unsere Hilfe zu befreien
suchten; denn er selbst hat gesagt: Wahrlich, sage ich euch, was ihr einem
diesem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."(Matth.
25, 40)
Man liest auch bei dem hl. Dionysius, dem Karthäuser, dass der
göttliche Heiland einst zur hl. Gertrud sagte:
"So oft sie eine Seele aus dem
Fegfeuer erlöse, sei dies dem Herrn so angenehm, als wenn sie ihn selbst aus
einem Kerker befreite, und es werde ihr der gebührende Lohn für diese Wohltat
gemäß seiner allmächtigen Güte zur erwünschten Zeit nicht ausbleiben."
Der
hl. Kirchenlehrer Thomas von Aquin lehrt sogar, dass Gott die guten Werke für
die Verstorbenen wohlgefälliger seien, als für die Lebendigen, weil jene sie
mehr bedürfen und nicht, wie diese, sich selbst Hilfe verschaffen können.
Schließlich sagt schon der hl. Erzbischof und Kirchenlehrer Ambrosius in seinem
Buch über die Pflichten der Geistlichen:
"Alles, was für die Verstorbenen in
einer frommen Absicht getan wird, wird in unser eigenes Verdienst umgewandelt,
und wir erhalten es wieder hundertfach vermehrt nach dem Tod."
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