Leiden | Von den Leiden des Fegefeuers |
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von den geistespeinen des fegefeuers
Die Geistespein, oder die Strafe des Verlustes, ist nach den heiligen Kirchenvätern die größte des Fegefeuers und trifft mehr oder weniger alle darin befindlichen Seelen, daher auch diejenigen, welche sonst keine andere Pein zu leiden haben. Sie besteht in der Empfindung der Schuld über das begangene Böse und unterlassene Gute und in der Beraubung der beseligenden Anschauung Gottes, die nach dem Konzil von Florenz die peinlichste aller Qualen ist. Niemand kann begreifen, wie groß die Leiden einer vom Leib losgetrennten Seele sind, welche sich in ihrer heftigen Sehnsucht nach Gott, ihrem höchsten und einzigen Gut, allezeit als ein Gegenstand seiner strafenden Gerechtigkeit zurückgestoßen sieht.
Der hl. Bischof und Ordensstifter Alphons von Ligouri schreibt: "Weit größer, als die Peinen der Sinne im Fegefeuer, ist die Pein, welche dort die heiligen Seelen dadurch zu ertragen haben, dass sie der Anschauung ihres Gottes beraubt sind. Weil dieselben nicht nur von natürlicher, sondern auch von übernatürlicher Liebe zu Gott entflammt sind, so werden sie so gewaltsam zur Vereinigung mit ihrem höchsten Gut hingezogen, dass sie, weil sie sich durch ihre Schuld davon zurückgehalten sehen, einen so heftigen Schmerz empfinden, dass derselbe sie jeden Augenblick zu töten vermochte, wenn sie sterben könnten." "Deshalb, ist diese Pein der Beraubung ihres Gottes für sie eine weit größere Qual, als das Leiden der Sinne. Tausendfaches Feuer der Hölle, würde ihnen keine so große Pein verursachen, als die Qual des Verlustes Gottes," sagt der heilige Chrysostumus. |
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Stossgebet für die Armen Seelen:
Heiligstes Herz Jesu, ich vertrau auf Dich.
Teilablass: 300 Tage / jedes Mal