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Licht | Von dem Brauch, ein Licht für die Verstorbenen brennen zu lassen |
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Von dem Brauch, ein Licht für die Verstorbenen brennen zu lassen
Es scheint, das dieser rührende Brauch aus dem alten Bund auf uns herübergekommen ist, weil die Juden ihn jetzt noch haben. Boudon erzählt, dass, als er einst in eine jüdische Synagoge kam und darin mehrere angezündete Lampen bemerkte, ihm gesagt wurde, man zünde sie immer an, wenn für die Verstorbenen gebetet werde.
Immerhin ist dieser Brauch in der Kirche unerforschlich alt; denn schon der hl. Athanasius, der im vierten Jahrhundert lebte, schreibt davon und scheint einen großen Wert darauf zu legen. Dieser große Patriarch und Kirchenvater sagt: "Wenn auch der fromme Verstorbene unter freiem Himmel ausgesetzt wird, so darfst du dennoch nicht unerlassen, unter Anrufung Christi, des Sohnes Gottes, am Grab Öl und Wachs anzuzünden, denn dies ist Gott angenehm und erwirkt von ihm sehr große Vergeltung. Denn Öl und Wachs sind eine Opfergabe, die Darbringung des unblutigen Opfers aber ist eine Versöhnung, das Almosen hingegen, das den Armen gespendet wird, eine Vermehrung jeder guten Vergeltung." Es gibt aber auch die Kirche ihre Hochschätzung über diese uralte Übung dadurch zu erkennen, dass sie bisher immer Stiftungen zu ewigen Lichtern für die Verstorbenen angenommen und gutgeißen hat und überhaupt überall bei Feierlichkeiten für dieselbe viele Lichter brennen läßt. Dies sieht man besonders in den Klöstern, wo es in vielen Vorschrift ist, bei Gottesdienstfeiern für die toten immer mehrere Lampen brennen zu lassen. Ebenfalls ist es auf der ganzen Welt üblich, für die Verstorbenen, wenigstens allzeit bei den Leichnamen, bevor sie begraben sind, ein Licht brennen zu lassen. Es gibt Beispiele, wodurch man erkennt, wie wertvoll dieser fromme Brauch für den Verstorbenen ist. Boudon schreibt: Es sei ihm ein Verwandter erschienen und habe sich beklagt, dass seine Kinder zu den Seelenmessen, die man nach dem Gebrauch des Ortes für ihn gelesen habe, keine Kerzen geopfert hätten. Auch geschah es in einem frommen Haus, wo man die Gewohnheit hatte, in der Nacht vom Samstag das Licht für die Armen Seelen brennen zu lassen, dass, als der Hausvater dieselbe einstellte, man an jenen Abenden jedesmal ein starkes Ächzen hörte, bis man das Licht wieder entzündete. Mag vielleicht den Armen Seelen neben dem, was sie durch dieses Liebesopfer gewinnen, noch der Trost verhönnt sein, so ein Licht, das ihnen gewidmet wird, zu sehen, da sie sonst zur fortwährenden Finsternis verurteilt sind? |
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Stossgebet für die Armen Seelen:
Heiligstes Herz Jesu, ich vertrau auf Dich.
Teilablass: 300 Tage / jedes Mal