Mittel
Weihwasser | Von der Kraft des Weihwassers für die Verstorbenen |
|
|
|
Von der Kraft des Weihwassers für die Verstorbenen
Es ist eine allgemeine Meinung der Gottesgelehrten, dass das Weihwasser, im Glauben und reumütigen Gebet angewendet, die läßlichen Sünden austilgt; und da die Armen Seelen großteils für solche leiden, so läßt sich leicht einsehen, dass dieses auch eine sehr heilsame Kraft für sie haben müsse.
Ferner ist dasselbe seiner Natur nach, d.h. vermöge der Kraft, die ihm durch die Anrufung des göttlichen Namens und durch die kirchlichen Gebete und Beschwörung der Teufel verliehen ist, ein starkes Mittel wider diese bösen Geister, deren Quälungen sie auch häufig ausgesetzt sind. Welch großen Wert endlich die Kirche auf den Gebrauch desselben zum Trost der leidenden Seelen setzt, gibt sie selbst zu erkennen, dass sie sich fast in allen ihren Gebräuchen und Andachtsübungen zu deren Hilfe desselben vielfach bedient. Viele gemachte Erfahrungen bestätigen dies. So sagt der hl. Deodatus im Leben der Altväter: Gleichwie ein milder Regen die von der Sonnenhitze verwelkten Blumen erfrischt, ebenso erquickt das Weihwasser die im Fegefeuer brennenden Himmelsblumen der Armen Seelen."P. Felix Fossa berichtet, ein Priester, der erschienen sei, habe gesagt: "Wo die Orte, in denen unsere Leiber ruhen, mit Weihwasser besprengt werden, empfinden wir eine solche Erleichterung, als wenn wir schon ins Paradies versetzt wären." Deswegen spricht auch der Priester bei Besprengungen des Leichnams mit Weihwasser: Gott erquicke deine Seele mit dem Tau des Himmels.Sehr erbauend ist daher an vielen Orten die Sitte des frommen Volkes, diese himmlische Labung den lieben Toten bei allen Kirchenbesuchen zukommen zu lassen. Es machen deswegen die Kirchenväter zur Pflicht, auf den Kirchhöfen echtes Weihwasser zu unterhalten. Auch ist es sonst noch ein sehr heilsamer Gebrauch, den Armen Seelen bei allen Gelegenheiten, besonders morgens und abends, das Weihwasser zu geben. Der gottselige Niklaus Wolf gab es ihnen, wenn er zu Hause den Rosenkranz betete, nach jedem Gesetzlein desselben mit den Worten: Es sollen die lieben Seelen besprengt sein mit dem Blut und Wasser Jesu Christi zu ihrer Erlösung. |
| weiter > |
|---|
Stossgebet für die Armen Seelen:
Heiligstes Herz Jesu, ich vertrau auf Dich.
Teilablass: 300 Tage / jedes Mal