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Die mütterliche Liebe Mariens zu den Armen Seelen im Fegefeuer |
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Gewidmet: Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Herzen Jesu!
Die mütterliche Liebe Mariens.
Maria
liebt die Armen Seelen mit ihrem mütterlichen Herzen auf eine besondere
Weise, denn die Armen Seelen stehen im Stand der heilig machenden Gnade
und der Liebe Gottes, in dem Wissen das sie zur Anschauung Gottes
gelangen werden.
Im Zustand der Reinigung lieben, loben und
preisen die Armen Seelen unaufhörlich unseren Herrn Jesus Christus und
die an unser Herz gelegte Gottesmutter Maria. Sie wissen um den Zustand
ihrer Gnade und wünschen sich nichts mehr, als endlich zur ewigen
Anschauung Gottes zu gelangen. Deshalb öffnet Maria ihr mütterliches
Herz in einer besonderen Weise für diese Seelen, sie liebt diese in
unaussprechlicher Mutterliebe und hat ein zartes Mitgefühl gegenüber
den Schmerzen und ihr Erbarmen ist das Erbarmen einer sich sorgenden
und liebenden Mutter.
Die Armen Seelen erwecken in Maria das
Mitgefühl einer liebenden und zärtlichen Mutter, denn sie befinden sich
in einem Zustand der bitteren Leiden und Qualen des Reinigungsfeuers.
Die zerreißende Sehnsucht nach der Anschauung Gottes, der
allumfassenden Liebe und der seelischen Vereinigung mit ihm, öffnet das
Herz Mariens. Denn die Armen Seelen sind selbst nicht in der Lage, sich
Linderung im Reinigungsfeuer zu verschaffen. Sie sind wie kleine
Kinder, die einer besonderen Obhut der Mutter bedürfen, einer
besonderen Mutterliebe und die Liebe ihrer Geschwister. Diese
Geschwister, das sind wir betenden Gläubigen hier auf Erden und wie
eine Mutter es gerne sieht, wenn ihre Kinder sich um ihre hilflosen
Geschwister kümmern und sorgen, so ist auch das mütterliche Herz
Mariens voll Freude, wenn sie sieht, dass ihre Kinder einander nicht
vergessen.
Die Armen Seelen sind wie die Kinder so
liebenswürdig und heilig und dennoch so arm und hilfsbedürftig. Daher
ist das mütterliche Herz Mariens, mit der ihr gebotenen Macht,
immerfort bestrebt diesen Seelen mit einer Zärtlichkeit
entgegenzukommen um sie zu trösten, ihnen Linderung der Schmerzen zu
bringen und sie möglichst bald zur Anschauung Gottes zu führen.
Große
Heilige unserer Kirche haben uns überliefert, dass Maria besonders an
den Samstagen und ihren hohen Feiertagen ihre Kinder mit ihrer
mütterlichen Gnade überschüttet und sie in Scharen in den Himmel führt.
Jedes Kind das sich sorgenvoll um seine Geschwister kümmert,
erfreut das Mutterherz, deswegen wollen auch wir das Herz unserer
Mutter erfreuen, denn nach unserem Tod von dieser Welt werden wir
hoffen, dass die Liebe der Mutter neue sorgende Kinder erreicht. Den
auch wir werden der Fürsprache der Geschwister auf Erden und
mütterlichen Liebe Mariens im Fegefeuer bedürfen. Eine Mutter vergisst
nie die Wohltaten ihrer Kinder und wird unser auch so besonders im
Reinigungsfeuer gedenken.
Auch die Mutterliebe Mariens fordert
nicht das Unmögliche von uns Kindern, sondern einfach das tägliche
Gedenken an unsere verstorbenen Geschwistern und das Aufopfern unserer
Mühen und Beschwerden in Vereinigung mit dem bitteren Leiden und
Sterben unseres Herrn Jesus Christus.
Wie kleine Kinder,
können wir abends an der Hand Mariens unser tägliches Werk dem Herrn
als Lösegeld für die Armen Seelen darbringen.
Legen wir unsere Hand in die Hände Mariens und überlassen uns ihrer mütterlichen Liebe.
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